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Körperschmerzen – Seelenschmerzen

Schmerzen sind ein Ausdruck unserer Seele. Sie sind ein Indikator dafür, dass an irgendeiner Stelle in uns etwas ins Ungleichgewicht geraten ist. Nicht selten jedoch ignorieren wir die Zeichen unserer Seele oder können mir ihren Symptomen nicht umgehen. Unsere Seele überträgt dann ihre Signale auf unseren Körper, denn körperliche Schmerzen sind seltener zu übersehen. Wir leiden darunter und können nicht mehr ausblenden, dass irgendetwas mit uns nicht stimmt. Verdecken wir das körperliche Geschehen etwa mit Schmerzmitteln, betäuben wir den Schmerz zwar, schaffen ihn jedoch nicht aus der Welt.

Der feinsinnige Ausdruck unseres Körpers

Unser Körper verfügt über eine feinsinnige Ausdrucksweise. Unsere Sprache kann uns ein wertvoller Ratgeber sein, wenn es darum geht, die Symptome zu deuten. In Form von Redewendungen, Sprichwörtern und Sprachbildern vermittelt unsere Sprache zwischen Körper und Seele.

Die Schmerzen der Ahnen

Oft tragen wir auf unseren Schultern Schicksale, die zu Mutter oder Vater, Großmüttern oder Großvätern gehören. Diese trugen ihr Leid verborgen mit sich und verdrängten ihre Erinnerungen und Gefühle. Unverarbeitet trugen sie ihren Schmerz weiter, hinein in die nächsten Generationen.
Je mehr Raum diese verletzten Ahnen in uns einnehmen, desto mehr agieren wir ihre Abwehrstrategien aus. Wir gestalten unser Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Wenn wir dem Schmerz unserer Ahnen begegnen, tun wir zweierlei: Wir verschaffen ihnen Erleichterung, denn endlich sind sie nicht mehr allein mit ihrem Leid. Und wir heilen uns selbst. Wenn die Dinge gesehen wurden, die nach Aufmerksamkeit verlangen, kehrt Ruhe in uns ein und es entsteht Raum. Raum für unser eigenes Leben, für Projekte, die wir schon vergessen glaubten, für Kraft, Freude und Begeisterung. Wir lassen uns wieder von unserer eigenen Lebendigkeit berühren.

Mitgefühl – Für die anderen und für uns selbst

Darüberhinaus geschieht etwas Wundervolles: Wir entwickeln Mitgefühl, werden weicher mit dem, was uns an anderen gelegentlich stört. Wir heilen. Heilen die Menschen, die wir mit uns tragen und wir heilen uns selbst. Je mehr Mitgefühl wir für andere entwickeln, desto mehr Mitgefühl haben wir auch für uns selbst. Je mehr Mitgefühl wir für uns selbst haben, desto mehr können wir es auch den anderen zukommen lassen. Beziehungen entstehen, in denen wir einander respektvoll begegnen. Beziehungen, die uns Kraft schenken und in denen wir uns zu Hause fühlen.

Immer geht es um den tieferen Sinn

Verstehe ich meinen Schmerz als Ausdruck dessen, eigenverantwortlich für mich zu sorgen, gehe ich konstruktiv mit ihm um. Die Schmerzen können da sein und mich auf meinem Weg unterstützen. Der Fokus meiner Aufmerksamkeit verändert sich jedoch. Nicht mehr die Schmerzen stehen dann im Zentrum, sondern ihre Aussage, ihr tieferer Sinn. Eben die Aufforderung, mich um meine Lebenskraft, meinen Raum und die Gestaltung meines Lebens zu kümmern.

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