Im Angesicht des Todes

Was hast Du zu vergeben? Was soll Dir jemand vergeben? Was bereust Du? Was willst Du noch vollenden?

Du stirbst…

Verabschiede Dich! Schreibe Abschiedsbriefe an Deine Mutter und Deinen Vater, an Deinen Körper. Von wem willst Du Dich noch verabschieden?

Du stirbst…

Jetzt, da der Tod Dir erscheint, erkennst Du, was im Leben wirklich wichtig ist. Welches sind Deine letzten Worte?

Verwandlung, Auflösung und Tod sind natürliche Bestandteile des Lebens und gehören zum Leben dazu. Mit dem Tod löst sich Materie auf. Der Tod ist Übergang und Verwandlung. Neues Leben entsteht.
Das Leben ist eine Kostbarkeit. Doch das Leben ist kurz. Der Tod kann Dich jederzeit überraschen. Dein jetziges Leben mit all seinen Erlebnissen und Erfahrungen geht dahin. Etwas davon festhalten zu wollen, gleicht dem Bemühen, einen Regenbogen einzufangen.
Der Gedanke an den Tod hilft Dir, ganz in der Gegenwart zu sein.

Folgende Überlegungen unterstützen Dich, über den Tod und Dein Leben nachzusinnen:

1. Jeder muss sterben

Denke an all die Menschen, die Du kennst. Sieh sie Dir an, jeden Einzelnen, und bedenke, dass sie alle eines Tages sterben werden. Denke an all die Menschen, die gegenwärtig auf der Erde leben. In hundert Jahren schon wird nur noch eine Handvoll davon übrig sein. Auch Du wirst tot sein. Mach Dir das bewusst mit jeder Faser Deines Wesens.

2. Zeit verrinnt

Sets vergeht die Zeit. Betrachte das ständige Fließen der Zeit. Unentwegt gehst Du auf Deinen Tod zu, und nichts kannst Du tun, um ihm auszuweichen oder ihn zu verschieben.
Wieviele Stunden schläfst Du? Wieviele arbeitest Du? Wieviel Zeit verbringst Du mit Essen, wieviel mit anderen Menschen? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Gefühl von Niedergeschlagenheit, Frustration, Langeweile, Wut , Eifersucht, Kritik? Wieviel Zeit verwendest Du, um Deinen Geisteszustand zu verbessern? Wieviel Zeit verbringst Du mit positiven Beschäftigungen, solche, die Dich und andere glücklich machen?

3. Die Dauer Deines Lebens ist ungewiss

Jederzeit kann Dein Leben zu Ende sein. Und auch, wenn Du jetzt stark bist und gesund, hast Du keinerlei Garantie, dass Du noch lange leben wirst. Wirklich zu fühlen, dass der Tod Dich in jedem Moment ereilen kann, ist sehr schwer. Lass ein lautstarkes Gefühl in Dir entstehen dafür, dass es keine Garantie dafür geben wird, dass Du noch lange leben wirst.

4. Der menschliche Körper ist fragil

Dein Körper ist höchst verletzlich, er ist leicht verwundbar, schnell ist er zerbrochen. Vielleicht fühlst Du Dich in diesem Augenblick gesund, energiegeladen und selbstsicher. Doch Dein Körper ist nicht dauerhaft. Er wird schwächer werden und schließlich wird er sterben.

5. Du kannst nichts mitnehmen, wenn Du stirbst

Was immer Du in Deinem Leben auch erworben hast – Freunde oder Familie, Reichtum, Macht, Reiseerlebnisse etc. – nichts von alledem kannst Du mitnehmen, wenn Du stirbst. Denk an das, was Du besitzt, an all die Dinge, auf deren Erwerb Du soviel Anstrengung verwendet hast, damit sie Dir Deine Wünsche und Bedürfnisse befriedigen. Versuche zu erkennen, wie abhängig Du von diesen Dingen bist und vergiss nicht, dass Du nicht eines von ihnen mitnehmen kannst.

Denke darüber nach.
Was ist es, was Dich und andere glücklich macht?
Was Dein Leben auf der Erde und die Erde selbst schön macht?
Wen und was liebst Du?
Welche Geschenke gibtst Du? Welche Geschenke nimmst Du?
Was für ein Leben lebst Du?

Foto: liesimage, piqs.de

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